Es geht hier nicht nur um die „Empfindlichkeit“ ein paar zugezogener Nichtbauern. 

  1. NEIN, ein ganzer Weiler mit Ausnahme einer einzigen Familie hat die Bürgerinitiative unterschrieben.
  2. ALLE Bauern im Weiler sind dagegen und haben unterschrieben. Wir haben den Biobauer-Pionier im Weiler, der sich lautstark dagegen ausspricht und auf immerhin Generationen Bio-Landwirtschaft zurückblickt und durch die Keimbelastung unter anderem die Qualität seiner Milch bedroht sieht.
  3. Dieser Biobauer-Pionier hat ihm eine große ERSATZFLÄCHE angeboten, wie zuvor auch ein anderer Bauer aus Wald. Dies ist Beweis genug, dass man ihn unterstützen und nicht behindern will. KEINER von uns will, dass er seinen Traum aufgeben soll.
  4. KEINER der in Wald lebenden Personen ist gegen BIO, wie fälschlicherweise vom Bewerber vor Kamera behauptet wird.
  5. ABER wir fordern zurecht, dass er sich ein Grundstück sucht, wo er nicht anderen Menschen dadurch das Einkommen raubt (vier Haushalte betreiben Zimmervermietung als wichtiges Nebeneinkommen) und ihre Lebensqualität auf das Massivste durch Lärm und Gestank beeinträchtigt.
 

Warum ist der Weiler so massiv dagegen?

Der Weiler hat Erfahrungswerte mit Alexanders Geflügelhaltung und den Perlhühnern im Besonderen in der Weilermitte und ist viel zu nahe am neu geplanten Geflügelhof.

Allein einem ZIVILVERFAHREN mit vier Nachbarn ist es zu verdanken, dass es zurzeit den Container mit ca. 250 Perlhühnern nicht mehr gibt (Perlhühner sind sehr wohl für den neuen Geflügelhof geplant als auch Truthähne). Dringend notwendige Verbesserungsmaßnahmen wie Mistplanverbesserungen mit Steinmehl hat er erst im Zuge des Gerichtsverfahrens eingeführt. Vorher mussten wir uns mit Racheaktionen für jegliche Beschwerde herumschlagen.

Zwei Petitionen gegen die Art der Geflügelhaltung bei der Gemeinde haben nichts gebracht. Deshalb sahen sich die unmittelbaren Nachbarn gezwungen vor Gericht zu gehen, unterstützt werden sie vom Rest des Weilers, die alle unter den unzumutbaren Zuständen litten. 

Erster Satz meiner Besuche war stets: „Aber bei euch stinkt es schon gewaltig. Wie haltet ihr das aus?“

© Isolde Woolley 2020